Erste Sitzung am 24. Jänner 2020

 

 

Es ging in erster Linie um die Vorbereitung der Lichtmessopfersammlung, die auch als sog. Jahresbesuch der PfarrgemeinderätInnen genutzt werden soll.

Ferner ging es um die Berichte der einzelnen Arbeitskreise.

Zu den Berichten der einzelnen Arbeitskreisen. Es ist erstaunlich, wie viel in den einzelnen Arbeitskreisen geschieht.

Beim Harfenkonzert im November 2019 sind Spenden in der Höhe von € 1.400,- zusammengekommen. Wir haben dieses Geld an Mary’s Meals gespendet. Dafür bedankt sich die Wiener Organisation von Mary’s Meals. Maria Knöbl ist zu danken, weil sie so viele Sponsoren aufgetrieben hat.

Am 11. Jänner 2020 war Pfarrer Wolfgang Fank zum sog. Theotag der Theologischen Fakultät Graz geladen. Er sollte die Jugendlichen für Ökologie und Nachhaltigkeit begeistern. Durch diese Veranstaltungen sollen SchülerInnen aus den steirischen Mittelschulen und Gymnasien Geschmack fürs Theologiestudium bekommen.

Am 3. Sonntag im Jänner wird erstmals der „Sonntag der Bibel“ begangen, angeregt durch Papst Franziskus. Maria Knöbl schlug vor, dies zum Anlass zu nehmen, ein Evangeliumbuch mit Pult am Augustinialtar aufzustellen. Jede Woche wird das Sonntagsevangelium dem Kirchenjahr angepasst. Das ist schon gut angelaufen.

Am 14. Februar wird es erstmals eine Segensfeier für Verliebte geben, veranstaltet von Marriage Encounter. Maria Knöbl und Erna Kogler werden die Kirche schmücken.

Am Faschingssonntag, 23. Februar 2020, wid die Singgruppe Justament in Form von Gstanzeln ihre traditionelle Faschingspredigt halten.

Am 5. März werden Maria Knöbl und Wolfgang Fank den üblichen Öko-Vortrag in der Pfarre Ilz halten.

Nach den erfolgreichen Vorträgen zum Thema Garteln im Jahre 2018 ist 2020 wieder eine Vortragsserie mit Julia Wolf, Stefan Großbichler und Irmi Scheidl geplant. Diesmal mit dem Schwerpunktthema „Kräuter im Garten“, kombiniert mit einem regionalen Frühstück.

Die Orgelrenovierung steht heuer an. Sie startet im Juni und kostet ungefähr an die € 11.000,-.

Auch alle Termine fürs ganze Jahr wurden bekannt gegeben.

Wie bei jeder Sitzung gab es auch diesmal Öko-Tipps:

  • Silber polieren mit Zahnpasta

  • weiße Schuhe reinigen mit Backpulver und einigen Tropfen Geschirrspülmittel

  • Haarwäsche mit Roggenmehl

  • Wäsche waschen mit Viehsalz

 

 

Die geplante Sitzung am 17. April war nicht mehr möglich!

 

 

Eine Pandemie, wie sie weltweit seit 100 Jahren nicht erlebt werden musste, machte große Probleme:

Am 15. März war der totale Lockdown.

Ein Virus, kleiner als ein tausendstel Millimeter, hat die ganze Welt durcheinander gewirbelt, die Gesundheit, die Kommunikation, die Wirtschaft. Es gab keine Gottesdienste mehr. Pfarrer Fank hat ein „Trostblatt“ herausgegeben und darin die Leute ermutigt, ins Freie zu gehen und Bewegung zu machen, was ja den Städtern verwehrt war.

Zu Ostern gab Herr Pfarrer ein Pfarrblatt heraus, voll mit Bildern, die zeigen, wie wir in den Jahren davor Ostern gefeiert haben. Die Karwoche durften nur zu viert gefeiert werden. Dazu wurden die Mitglieder des Liturgiekreises eingeladen. Bei jeder Feier während der Karwoche lud Herr Pfarrer die drei anwesenden Frauen ein, an die 80 Personen der Pfarre in Gedanken und im Herzen mitzunehmen, damit wir eine volle Kirche haben. Jede liturgische Feier während der Karwoche wurde zu einem bewegenden Erlebnis, mit Tränen der Freude.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Während des Lockdowns gab es 11 Begräbnisse, an denen nur je 10 Leute teilnehmen durften. Das war eine traurige Angelegenheit. Mehre haben dann im Juli und August die Gelegenheit genützt, ein Requiem zu feiern und die Angehörigen zu einem Totenmahl einzuladen.

Die geplanten Passionsspiele in Feldkirchen bei Graz fielen der Coronapandemie zum Opfer, ebenso die geplanten Wallfahrten nach Schio, Medjugorje und Lourdes, was viele sehr bedauert haben.

Am 15. Mai ist der totale Lockdown gelockert worden.

 

 

Vorstandssitzung

 

 

Am 22. Mai ist der PGR-Vorstand zusammen gekommen. Wir haben beschlossen, dass wir heuer keine PGR-Sitzungen abhalten werden, keine Kapellenmessen, keine Pfarrwallfahrten, kein Pfarrfest. Darüber haben wir die PfarrgemeinderätInnen informiert.

Die Gottesdienstzeiten wurden auf 08.30 Uhr und 10.00 Uhr verlegt, um uns auf die Seelsorgeraumordnung vorzubereiten, d. h. die Sonntagsmessen von St. Lorenzen und Dechantskirchen müssen so angesetzt werden, dass sie einer der beiden Pfarrer halten kann, damit der andere für den Fall einer Krankheit oder wenn es gilt, irgendwo auszuhelfen, frei sein kann. Die Erstkommunion wurde auf den 27. September verschoben und die Spendung der Firmung auf den 03. Oktober.

Die Messintentionen, die durch das Ausbleiben der Messfeiern während des Lockdowns zurückblieben, wurden ab 15. Mai nachgeholt. Allerdings war die Messfeier noch auf 40 Personen beschränkt (2 Meter Abstand). Maria Knöbl hat jede Familie, die eine Messe bestellt hatte, einzeln angerufen und gefragt, wann sie die Hl. Messe gelesen haben wollten. Das war für sie eine Heiden-Arbeit.

Ab Juli wurden schon je Gottesdienst ca. 100 Gläubige zugelassen. Herr Pfarrer hat im Herbst – das war der Start in den Seelsorgeraum – darauf bestanden, dass in Dechantskirchen, solange die Besuchsbeschränkung anhält, zwei Messen gefeiert werden. Denn im Schnitt der letzten 10 Jahre hatten wir bei den Samstag- und Sonntagsgottesdiensten 467 KirchenbesucherInnen. Somit haben mehr Leute eine Chance, den Gottesdienst zu besuchen.

Während des Lockdowns war Besuchsverbot in den Pflegeheimen. Religionslehrerin Annemarie Ringhofer hat mit ihren SchülerInnen der MS Friedberg Briefe und Zeichnungen für die Bewohner entworfen und sie der Leiterin des Seniorenhauses Christine Grill überreicht.

Am 24. Mai ist Altbischof Johann Weber verstorben. Wir hielten in der Kirche eine Gedenkfeier: Pfarrer Wolfgang Fank brachte persönliche Begegnungen und Erfahrungen mit dem Bischof in vier Kapiteln vor: Johan Weber der „Mutmacher“, der „Vermittler“, der „Mensch“, der „Volksbischof“.

 

 

Links: Bgm. Norbert Pfleger / Rechts: Bgm. Franz Krutzler

 

 

Nach achtjähriger Leitung des Krabbelgottesdienstes von Anja Schreiner, Michaela Kaltenegger und Angelika Jeitler erfolgte die Hofübergabe an Andrea Prenner und Julia Freidorfer.

 

 

v. l. n. r.: Andrea, Anja, Michaela, Julia

 

 

07. April 2020: Ein Wunder ist geschehen, die Postversicherung zahlt! Es war Mitte November 2018. Ein Postbeamter ist mit seinem PKW-Dienstfahrzeug an der Ecke der Pfarrhofmauer angefahren, die Mauerkante und das Abflussrohr vom Regenwasser beschädigt. Die Postversicherung hat den Fall ignoriert. Der Postbeamte meinte, ich solle mich an meine Versicherung wenden, dass von dort her Druck auf die Postversicherung gemacht wird. So nahm ich mit der „Ecclesia-Versicherung“ Kontakt auf. Auch diese hatten Probleme. Endlich nach eineinhalb Jahren zahlte die Versicherung: € 1.150,74,-. Je größer der Konzern, desto kleiner der Kunde.

Am 11. Juni hielten wir sehr eingeschränkt die Fronleichnamsprozession ab. Es ging mit einigen Personen rund um die Kirche. Herr Pfarrer segnete in alle vier Richtungen, während vor der Kirche eine schöne Anzahl von Gläubigen wartete. Eine kleine Abordnung der Musikkapelle spielte. Auch dies war wunderbar schön.

 

 

 

 

Vom 22. bis zum 29. Juni war das Klimavolksbegehren. Pfarrer Wolfgang hat dazu immer wieder aufgerufen.

 

 

Zweite Sitzung am 14. August 2020

 

 

Beschlüsse

 

 

Bei der PGR-Sitzung am 14. August wurde einstimmig Peter Pausackl zu einem neuen Mitglied des Wirtschaftsrates gewählt. Einstimmig wurde auch beschlossen, die Zeit für Maria Knöbl als Pfarrkoordinatorin zu verlängern. Es wurde weiters einstimmig abgestimmt, dass das 41-Jahre alte Gebäude des Pfarrkindergartens gratis, das heißt ablösefrei, der Gemeinde übergeben wird.

 

 

Berichte

 

 

Bei der Kirchenbesuchszählung wurden 315 Personen gezählt. Das sind 17 Prozent. Noch nie so wenige wie heuer. Schon ein Vorbote der Coronapandemie?

Am 07. März war Jahreshauptversammlung der Landjugend. Neue Leitung: Katrin Grimm und Sebastian Faustmann.

 

 

 

 

Die Orgelrenovierung mit Fa. Wolfgang Rauscher hat am 17. Juni begonnen und dauerte ca. drei Wochen. Kosten: € 13.252,-. Als Abschluss hatten wir am Sonntag, dem 16. August, eine kleine Orgelfeier, an der alle für uns wichtigen Organisten eingeladen wurden. Peter Tiefengraber, ein Orgelvirtuose aus Pinkafeld spielte die Orgel.

 

 

 

 

Am 01. Juli starb unsere Chorleiterin Rosemarie Pichler im 52. Lebensjahr. Rosemarie war Lehrerin, Leiterin unseres AK CIN und viele Jahre Leiterin des Kirchenchores. Sie geht uns sehr ab.

Im Juli gab es ein Abschiedsfest für die Kindergartenpädagoginnen.

 

 

Eine Ära ging zu Ende, eine gute!

 

 

Im Pfarrblatt für Juli und August hatten wir ein Beiblatt „All Days For Future“ eingelegt, auf dem durch 14 Anregungen ein klimagerechtes Handeln beworben wurde, mit dem Slogan: ± 10 %.

Am 07. August organisierten Maria und Johann Gremsl eine Fußwallfahrt nach St. Corona am Wechsel.

 

 

Dritte Sitzung am 23. Oktober 2020

 

 

Rückschau

 

 

Am 1. September war der Start in den Seelsorgeraum.

Die festliche Übergabe und Überreichungen der Dekrete erfolgte am 4. September im Barocksaal des Stiftes durch Propst Bernhard Mayrhofer.

Über den neuen Seelsorgeraum berichtete Maria Knöbl:

In der Diözese Graz-Seckau gibt es 50 Seelsorgeräume. Die Kirche vor Ort wird ab September 2020 in größeren Räumen, in sogenannten Seelsorgeräumen, organisiert. Ein Seelsorgeraum ist ein Gebiet, in dem sämtliche Aktivitäten und Formen kirchlichen Lebens gemeinsam in den Blick genommen und verantwortet werden. Er wird verstanden als Netzwerk aus Pfarren und anderen kirchlichen Erfahrungsräumen und Berührungspunkten. Der Seelsorgeraum Vorau umfasst 13 Pfarren, in den ca. 21.000 Menschen leben, und diese sind wiederum in zwei Bereiche aufgeteilt. Diese Aufteilung macht es leichter, die operative Arbeit zu organisieren, ansonsten wird er als Einheit gesehen.

Der Bereich West mit den Pfarren Vorau, Wenigzell, St. Jakob im Walde, Mönichwald, Festenburg, Rohrbach und Eichberg wird von fünf Priestern betreut: Hrn. Lukas Zingl, Hrn. Sieghard Schreiner, Hrn. Franz Rechberger, Hrn. Patrick Schützenhöfer und Hrn. Thomas Sudi.

Der Bereich Ost mit den Pfarren Friedberg, Pinggau, Schäffern, St. Lorenzen am Wechsel und Dechantskirchen wird von den Priestern Hrn. Christof Grabner, Hrn. Gerhard Rechberger, Hrn. Wolfgang Fank und Hrn. Elias Markus Kraxner, der am 13.09.2020 seine Priesterweihe feiert, betreut. Diese Bereiche treffen sich monatlich und besprechen wichtige Termine und Initiativen.

Der Seelsorgeraum Vorau wird vom Seelsorgeraum-Leitungsteam (SRLT) betreut: Die Hauptverantwortung liegt beim Seelsorgeraumleiter Lukas Zingl.

Monika Grabner ist für die Pastoral zuständig, Kathrin Riegler als Verwaltungsverantwortliche übernimmt subsidiär die Unterstützung der Wirtschaftsräte (WR) in den Pfarren. Sie steht beratend als Kontaktperson zur Verfügung. Sie soll den Seelsorgeraumleiter bzw. die Pfarrer im Seelsorgeraum im Bereich Verwaltung entlasten und auch den Pfarrsekretärinnen zur Verfügung stehen. Ein Seelsorgeraum ist wie folgt aufgestellt: Seelsorgeraum-Leitungsteam (SRLT), Pastoralteam (PT), PT West und PT Ost. Das PT ist das ausführende Team im Seelsorgeraum. Es ist der „Motor“ für die Kirchenentwicklung im Seelsorgeraum. Das PT West und das PT Ost trifft sich monatlich und das ganze PT zwei- bis viermal im Jahr. Der Pastoralrat (PR) besteht aus je einem Vertreter der 13 Pfarren unseres Seelsorgeraumes, Vertreterinnen der Kirchorte, anderer Organisationen (Jugend, Jungschar, KFB, KMB), der Religionslehrerinnen, dem PT und dem SRLT. Er trifft sich mindestens zweimal im Jahr. Am 04. September 2020 ist die konstituierende Sitzung des PR. Innerhalb der einzelnen Pfarren bleibt weiterhin der PGR das erste und wichtigste Gremium. Der WR vertritt und verwaltet das kirchliche Vermögen der Pfarre. Die Pastoralversammlung trifft sich einmal im Jahr: SRLT, PT West, PT Ost, PR und alle die kommen wollen. Das Logo des Seelsorgeraumes ist das Symbol des Bootes.

Wechsel der Pfarrsekretärin: Gertraud Pausackerl geht in Pension, neue Pfarrsekretärin ist Birgit Maierhofer.

Die Priesterweihe von Mag. Elias Kraxner in Seckau war am 13. September 2020.

Nach der Priesterweihe von Herrn Mag. Elias Kraxner im Stift Seckau haben sich die Chorherren zu einem Foto versammelt:

 

 

v. l. n. r.: Prälat Rupert Kroisleitner, Prälat Gerhard Rechberger, Bischof Wilhelm Krautwaschl,
Propst Bernhard Mayrhofer, Neupriester Elias Kraxner, Pfarrer Franz Rechberger,
Dr. Johannes Pichlbauer, Pfarrer Christoph Grabner, Seelsorgeraumleiter Lukas Zingl

 

 

Am 3. Sonntag im September feierten wir den Ehejubiläumssonntag. Die Mitglieder des AK Familienrunde gestalteten den Gottesdienst. Anschließend gab es erstmals – Corona-bedingt - eine Agape am Kirchplatz. Zirbenholzpolster wurden als Geschenk an die Ehejubilare ausgeteilt.

Erstmals hatten wir heuer erst im September die Hl. Erstkommunion am Sonntag, dem 27. September. Die Nachbarspfarren haben diese Feier aus Angst vor Corona abgesagt. Wir haben es durchgezogen, sehr diszipliniert. Und es ging alles gut! Es war für alle, nicht nur für die Kinder, ein Fest.

 

 

 

 

Am Samstag, dem 03. Oktober feierten wir mit Propst Mag. Bernhard Mayrhofer die Hl. Firmung. Es waren 20 Firmkandidaten. Es war Corona-bedingt eine Zitterpartie: Hoffentlich kommen nicht zu viele Leute? Werden alle diszipliniert Abstand halten und Mund- und Nasenschutz tragen? Damit die Feier nicht zu lange dauert, haben wir, wie in anderen Pfarren, nur einen Wortgottesdienst gefeiert. Musikalische Umrahmung gestaltete die Band PS. Es wurde ein Fest.

 

 

 

 

 

 

 

Revision am 15. Oktober 2020

 

 

Wie war sie? Wo sind die Stärken und die Mängel unseres Wirtschaftens?

Durch immens viele Arbeiten haben wir uns gut darauf vorbereitet, da auch die Pfarrübergabe an den Seelsorgeraumleiter Lukas Zingl in 14 Tagen darauf erfolgt.

Dabei war die Mithilfe von Maria Knöbl goldeswert.

Was haben wir gemacht?

Einige Beispiele:

Inventar! Das von Anton Allmer im Jahre 1995 angefertigte Inventar wurde vervollständigt. Alle Räume in Kirche und Pfarrhof wurden durchgegangen und die Gegenstände erfasst.

Matriken! Auch wurden alle wichtigen Matriken und Kirchenrechnungen, usw. seit dem Jahre 1646 erfasst und geordnet. Was davon ist im Stift aufbewahrt? (Seit 2013 im Ordinariat). Was ist am Dachboden des Pfarrhofes und was ist in der Kanzlei? Am Dachboden wurden alle Bilder abgemessen und katalogisiert, alle Bücher abgestaubt und im Inventar erfasst. z. B.: wurden die Eheprotokolle, die am Dachboden aufbewahrt wurden jahrgangsmäßig von 1807 bis 1969 geordnet, usw.

Die Pfarrchronik! Von der hieß es vor 20 Jahren, die sei nicht mehr notwendig, weil es die Pfarrblätter gibt. Wir haben trotzdem die Ereignisse der Pfarre von den Jahren 1995 bis 2019 nachgeschrieben und zum Teil mit Bildern versehen. Hilfreich waren dabei die Pfarrblätter, die Protokolle von den Sitzungen des PGR und des WR. Dabei staunten wir, wie viel Fruchtbares in den letzten 25 Jahren in unserer Pfarre passiert ist. 100 Seiten brauchten wir dafür. Es war mühsam und zugleich wie Erntedank.

Die Verträge! Alle Verträge, welche die Pfarre tätigte und viele Verpachtungen, welche die Liegenschaftsverwaltung in Graz durchführte, wurden gesucht, gesammelt und geordnet. Für den Pfarrer war das besonders mühsam, weil dies nicht seine Welt ist.

Die Finanzen! Alle Sparbücher wurden eingesammelt, auch die der KFB, der Jungschar, des Kirchenchores, usw. Die Zeichnungsberechtigung für die einzelnen Konten und Sparbücher wurden von der Raiffeisenbank besorgt.

Die Kirchenrechnung der letzten drei Jahre wurde bereitgestellt.

Usw, usw. Pfarrkoordinatorin Maria Knöbl und Pfarrer Wolfgang Fank haben halbe Nächte und halbe Tage daran gearbeitet.

Die Revision selbst erfolgte am 15. Oktober durch Dipl.-Ing. Margit Steiner (unter Assistenz von Frau Beate Leizz-Zonka) aus der Erzdiözese Wien akribisch genau und mit Charme. Anwesend waren auch die neue Sekretärin Birgit Maierhofer und die Verwaltungsverantwortliche des Seelsorgeraumes Kathrin Riegler. Wir waren gut vorbereitet. So ging die Revision ohne große Probleme von statten.

Die Revision dauerte von 08.00 Uhr bis 17.00 Uhr.

Die RelionslehrerInnen-Fortbildung für die Oststeiermark fand am 21. Oktober in Dechantskirchen statt. Pfarrer Wolfgang Fank begründete anhand einer Powerpoint-Präsentation die Motivation, warum wir vor 20 Jahren begonnen haben, ökologisch zu handeln und dieses Handeln allmählich zu einem pastoralen Schwerpunkt anwuchs. Maria Knöbl schilderte Beispiele, die wir in den letzten 20 Jahren gemacht haben.

 

 

Was dann noch folgte?

 

 

Pfarrübergabe am 27. Oktober um 15.00 Uhr im Pfarrhof.

Als Vertreter der Diözese Frau Zdenka Djak, der Übergeber Wolfgang Fank, der Übernehmer Lukas Zingl, Pfarrsekretärin Birgit Maierhofer und ein Vertreter des Wirtschaftsrates in der Person von Maria Knöbl. Als Berater von Pfarrer Lukas war Prälat Rupert dabei.

Die Pfarrübergabe ist aufgrund der umfangreichen Vorbereitungsarbeiten reibungslos verlaufen. Besonders durch die Anwesenheit des erfahrenen Wirtschaftsmannes Prälat Rupert Kroisleitner wurde die Sitzung durch viele Fragen und Antworten aufgewertet. Sie dauerte auch viereinhalb Stunden, wohlgemerkt die Jausenzeit nicht eingerechnet.

Am 30. Oktober traf sich die AK Schöpfungsverantwortung. Nach langem waren wieder die Gründungsmitglieder Dr. Josef Glößl und Gattin Margarete anwesend. Neuer Schwerpunkt: Bio-Ökonomie.

Als neuer Leiter des AK wurde Markus Freidorfer einstimmig gewählt.

Heuer gab es Corona-bedingt zu Allerheiligen keine offizielle Friedhofprozession, auch keinen sakramentalen Segen am Nachmittag. Als Alternative sangen wir bei beiden hl. Messen am Vormittag die Allerheiligenlitanei und schlossen die hl. Messen mit dem Sakramentalen Segen in alle vier Windrichtungen. Die Segnung der Gräber wurde am Allerseelentag im kleinen Kreis – Mitglieder des Liturgieausschusses und einige Kirchbesucher – durchgeführt.

Die 509 Jahre alte Glocke ertönte auf einmal beim Mittagsleuten ganz anders. Es musste festgestellt werden, dass sie einen Sprung hat. Aufregung! Diese legte sich ein wenig, als wir erfuhren, dass die Glocke zum Reparieren nicht nach Holland gebracht werden muss, sondern dass die Firma Grassmayr in Innsbruck bereits das Können und die denkmalpflegerische Erlaubnis dazu hat.

 

 

 

 

Für die Pinter-Stiege gelang uns heuer eine Bravourlösung.

Im Jahre 2018 hatten wir die Stiege, die vom Pfarrhof zum Kirchhof führt, neu errichtet und jene, die von Fam. Thier her zum Kirchhof führt, hergerichtet. Die Stiege, die von Fam. Pinter steil zum Kirchhof führt, blieb, obwohl sehr beschädigt, unbearbeitet. Das gefiel Frau Pinter gar nicht. Es war nicht leicht, da etwas anzufangen. Einerseits war nicht ganz klar, wer da zuständig ist und zweitens, wie man es angehen soll. Es war eine Steinstiege mit sehr ungleich hohen Stufen. Und nach den neuen Sicherheitsvorschriften nicht mehr zulässig.

Was tun? Sie abreißen? Was, wenn dann die Kirchhofmauer nachgibt? War die Stiege nur an die Mauer angebaut oder in die Mauer eingebaut? Wer zahlt eine teure Stützmauer?

Bernhard Mayrhofer, ein junger Chorherr, mittlerweile Propst des Stiftes, sehr talentiert in der Forschung, hat einen Bericht aus der Pfarrchronik vom Jahre 1892 gefunden, nach dem die Fam. Gschiel, die Vorgänger der Fam. Pinter, die Stiege auf eigene Kosten mit etwas Widerwillen des Pfarrers errichtet hatten. Fam. Gschiel führte ein Gasthaus.

 

 

 

 

 

 

 

Wer also ist zuständig?

Wir hatten vor Ort einige unfreundliche Besprechungen. Schließlich gelang uns unter der Leitung des Leiters des Bischöflichen Bauamtes, Herrn Ing. Harald Berger, eine brauchbare Lösung. Wir einigten uns, sie solle abgerissen werden. Pinter Franz senior schlug vor, wenn die Pfarre ein Drittel zahlt und die Gemeinde ein Drittel, dann zahlen wir auch ein Drittel. Herr Pfarrer sofort: Ich kann nur für die Pfarre sprechen. Wir sind bereit ein Drittel der Kosten zu übernehmen. Die Gemeinde war, nach telefoischer Aussage, bereit, Geräte und Arbeiter zur Verfügung zu stellen.

Herr Pinter ließ von der Firma Tarbauer, Lafnitz, ein Anbot erstellen. Maximal € 7.900,-.

Am Donnerstag, dem 05. November kamen vier Arbeiter der Firma Tarbauer mit zwei Lastwagen und einem kleinen Bagger. Auch ein Gemeindearbeiter mit Traktor war zu Stelle. Der wurde allerdings nicht gebraucht. Ich zitterte, ich zitterte einen halben Tag. Und siehe da – alles ging gut! So wie es oft im Leben ist: Es schaut meist alles viel schlimmer aus als es in Wirklichkeit dann ist. Vielleicht ist auch wieder ein Zusammengehen zwischen Pfarrer/Pfarre und Fam. Pinter möglich. Schließlich kam die Rechnung der Firma Tarbauer. Am Ende war es viel billiger als im Kostenvoranschlag. Ein Drittel betrug € 1.420,20,-. Wir zahlten und schließlich zeigte sich auch die Bürgermeisterin großzügig und finanzierte auch ein Drittel. Somit konnten alle zufrieden sein.

 

 

 

 

Der AK CIN, der sich um die verfolgten Christen kümmert, hat schon seit dem Jahre 1998 gute Arbeit geleistet. Im Vorjahr haben sie den Vorschlag von Kirche in Not sofort aufgegriffen, die Kirche rot anzustrahlen, um auf diese Weise auf die verfolgten Christen aufmerksam zu machen. Es war die einzige rote Kirche der ganzen Gegend. Heuer hat Maria Knöbl vorgeschlagen, im ganzen Seelsorgeraum, diese Aktion zu wiederholen. Für heuer war der 18. November der sog. #RedWednesday. Und siehe da, fast alle Kirchen des Seelsorgeraumes haben mitgetan.

 

 

 

 

Das Corona-Virus verbreitete sich im Laufe des Novembers von Tag zu Tag. Es gab bis zu 9.000 Erkrankte am Tag. Am 17. November begann der zweite „harte Lockdown“. Alle nicht lebensnotwendigen Kaufhäuser wurden gesperrt. Schulen und Kindergärten ebenfalls. Jegliches Treffen ist zu meiden. Auch die öffentlichen Gottesdienste wurden in dieser Zeit ausgesetzt. Ausgänge, die notwendig sind und zur Erholung durften gemacht werden. Bis einschließlich 06. Dezember dauerte dieser harte Lockdown.

Wir feierten an den betroffenen Sonntagen mit den Mitgliedern des Liturgiekreises stellvertretend für alle Gläubigen in der Pfarrkirche die Hl. Messe, um 10.00 Uhr, während die Leute zu Hause vorm Fernseher oder im Radio die Hl. Messe mitfeiern konnten.

Im Dezember-Pfarrblatt druckten wir sowohl eine Andacht für eine familiäre Segnung des Adventkranzes ab, als auch einen Vorschlag, wie man zu Hause den Heiligen Abend feiern könnten.

Es war keine allgemeine Adventkranzsegnung. Als Ersatz nahm Oskar Stögerer eine Adventkranz-Segnung des Pfarrers per Handy auf, machte ein Video daraus, das dann sehr weit verbreitet wurde.

Ab 07. Dezember konnten wieder öffentliche Gottesdienste durchgeführt werden, bis einschließlich Sonntag dem 27. Dezember. Denn am 26. Dezember begann der dritte „harte Lockdown“, der bis voraussichtlich 24. Jänner dauern soll.

Die Kindermette am Heiligen Abend konnte so wie in den Jahren davor heuer nicht gefeiert werden, denn bei dieser Mette – gestaltet von Maria Knöbl mit Kindern – waren stets so viele Leute, dass keiner mehr umfallen konnte. So haben wir uns entschlossen, dies zu dezentralisieren. Vor jeder Dorfkapelle soll eine Andacht gehalten werden. Die Leute sollen mit Laternen kommen, und dann auch das Friedenslicht mit nach Hause tragen. In der Pfarrkirche hatten wir zeitgleich um 15.30 Uhr eine Mette für die älteren Leute.

Das heurige Pfarrpatrozinium war zugleich die Nachprimiz des Neugeweihten, des Herrn Elias Kraxner, in unserer Pfarre.

 

 

 

 

 

 

 

Ein adventliches Wunder

 

 

Jeden Tag eine große Schachtel gespendeter Sachen für jemand, der es gut brauchen kann.

Vieles bedrückt, vor allem das Corona-Virus beschränkt und deprimiert. Aber es gibt auch Gutes zu berichten: eine wunderbare Geschichte aus unserer Pfarre in der Adventzeit.

Maria Knöbl mangelt es nie an guten Ideen und Aktionen. Sie möchte Leuten in der Adventzeit eine Freude bereiten. Sie regt an, im Kaufhaus Kogler eine große Schachtel bereit zu stellen, in die KäuferInnen etwas hineinlegen können, die Maria Knöbl gegen Abend dann ausführt und vor allem Alleinstehende beschenkt.

 

 

 

 

Und siehe da! Täglich ist so viel gespendet worden, dass eine Bananenschachtel damit gefüllt werden konnte.

Danke den SpenderInnen, danke dem Kaufhaus Kogler, danke Frau Bürgermeisterin, die auch die Werbetrommel gerührt hat. Und danke vor allem Maria Knöbl!

Silvester feierten wir Corona-bedingt nur mit einigen Leuten. Dennoch gedachten wir derer, die in diesem Jahr verstorben sind. Es sind 33 Personen. Auch der Neugetauften dachten wir, 17 Neugetaufte. Die Feier wurde zum Fest, da unsere Singgruppe Justament den Gottesdienst musikalisch gestaltete.

Zu dieser Feier haben wir wie schon viele Jahre davor die beiden Tafel, die Tafel der Verstorbenen und die Tafel der Getauften vor den Volksaltar gestellt. Neu war heuer, dass wir für jeder Verstorbenen und jedem Verstorbenen wie auch für jedem getauften Kind eine Kerze anzündeten.

 

 

 

 

Das Jahr 2020 wird als Corona-Jahr in Erinnerung bleiben!