„Wir in unserer Pfarre haben seit etwa 20 Jahren Ökologie und Nachhaltigkeit als pastoralen Schwerpunkt.
Warum tun wir das?
Erstens einmal! Wir glauben an Gott, den Schöpfer, des Himmels und der Erde. Die Erde also ist ein Geschenk Gottes.
Wir müssen auf sein Werkerl aufpassen. Wir sollen sie nicht schlechter hinterlassen, also wir sie bei unsrer Geburt vorgefunden haben. Die Erde ist besonders bedroht durch
den Klimawandel, der vor allem durch das Verbrennen von Kohle, Erdöl und Erdgas verursacht wird. Deshalb haben wir schon vor 20 Jahren gesagt:
„Der Umstieg auf erneuerbare Energien ist das Gebot des 21. Jahrhunderts.“
Und zweitens! Wir haben erkannt, dass wir auf Kosten anderer leben: Auf Kosten unserer Kinder und Kindeskinder und
besonders auch auf Kosten der wirtschaftlich unterentwickelten Länder.
Und drittens: Uns drängt das Gebot Jesu:
„Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“
Genau heute vor 33 Jahren war die Katastrophe von Tschernobyl. Tschernobyl und Fukushima waren atomare Explosionen mit
verheerende Folgen und noch tausende Jahre haben werden. Also wir leben auf Kosten der kommenden Generationen.
Papst Franziskus schreibt in seiner
„Laudato si“: „Die Schwester Erde schreit auf wegen des Schadens, den wir ihr auf Grund des unverantwortlichen
Gebrauchs und Missbrauchs der Güter zufügen.“
Wir in der Pfarre haben erkannt, dass ökologisches Handeln, das meist auch sozial ist, Freude macht. Es bringt frischen Sinn ins Leben.
Wir können bestätigen, was Papst Franziskus in seiner Enzyklika geschrieben hat:
„Ökologisches Handeln gibt uns das Gefühl der eigenen Würde zurück, führt uns zu einer größeren Lebenstiefe und schenkt uns
die Erfahrung, dass das Leben in dieser Welt lebenswert ist.“
Im Alten Römerreich hat es geheißen:
„Der Mensch ist des Menschen Wolf.“
Im christlichen Europa soll gespürt werden:
„Der Mensch ist des Menschen Engel.“
Also Ihr Engel! Auf an die Arbeit! Gemeinsam haben wir noch die Chance, die Klimakrise abzuwehren.“
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